Jeden Morgen nimmt der zehnjährige Ashwin allein den Bus zur Schule. Es ist noch früh, die Stadt ist ruhig. Er sitzt am Fenster und hält seinen Rucksack fest umschlossen. Darin: das einfache Mittagessen, das seine Mutter jeden Tag sorgfältig für ihn einpackt.
Die Fahrt dauert vierzig Minuten. Ashwins Vater ist nicht mehr da. Seine Mutter arbeitet hart für ihre fünf Kinder – sie wäscht, trägt Lasten und verdient, was immer sie kann. Doch selbst mit all ihrer Mühe könnte sie das Schulgeld niemals aufbringen. Ohne einen Paten wäre Ashwin heute nicht hier.
Die Israel Mission School hat seit 1980 mehr als 3.000 Schülern eine Ausbildung ermöglicht. Heute sind rund 300 Kinder eingeschrieben – 50 pro Schuljahr kostenlos, weil ihre Familien, genau wie die von Ashwin, schlichtweg nicht nicht die Möglichkeit haben zu zahlen.
Dieses Wachstum ist ein Segen, aber auch eine Herausforderung. Die bestehenden Klassenzimmer wurden nicht für diese Mengen gebaut. Zudem endet die Schule aktuell nach der Realschulzeit. Danach stehen die Kinder vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie nehmen weite, kostspielige Wege auf sich, um weiterzulernen, oder sie brechen die Schule ganz ab. Die meisten Familien können es sich nicht leisten, ein Kind wegzuschicken, um eine Ausbildung oder Studium zu machen. Deshalb endet die Bildung für die meisten hier.
Das zweite Schulgebäude ändert das. Es schafft Platz für höhere Klassenstufen (bis Klasse 11 und darüber hinaus), damit Kinder wie Ashwin sich nicht zwischen ihrem Dorf und ihrer Zukunft entscheiden müssen.
Jeden Morgen schließt Schwester Sheela dieselbe Klassenzimmertür auf – und das seit über vier Jahrzehnten. Sie hat nie geheiratet, sie ist nie weggegangen. Generation um Generation zog an ihr vorbei. Kinder, die einst klein und unsicher waren, sind heute Eltern, Fachkräfte und Leiter ihrer Gemeinden. Viele erinnern sich noch heute an ihre Stimme, ihre Geduld und ihre Disziplin.
Es gab keine Auszeichnungen, keine große Anerkennung. Ihr Opfer ist für die Welt unsichtbar, aber ihre Wirkung lebt in jedem einzelnen Schüler weiter, den sie geprägt hat. Lehrerinnen wie Schwester Sheela sind der Grund, warum das zweite Gebäude so wichtig ist: Die Kinder sind da. Die Lehrer sind da. Nur der Raum fehlt.
Finanzierungsbedarf: 40.000 € – 50.000 €
Ashwin möchte später selbst Lehrer werden. Er möchte zurückgeben, was er empfangen hat. Jemand, der ihn noch nie getroffen hat, macht das möglich. Werden Sie diese Person sein?
„Die Saat, die wir heute säen, wird morgen ein großer Baum sein.“
— JD Israel, über die Bildungsmission
Kinderpatenschaft übernehmen — 28 € / Monat