Schwester Sheela betritt den Raum des Waisenhauses mit langsamen Schritten. Ihre Hände berühren die Rückenlehne eines verstaubten Stuhls. Sie war schon eine Weile nicht mehr hier. Der Raum ist unbewegt. Der Stuhl ist leer.
„Seit 1980 ist diese Organisation mein Zuhause. Besonders das Waisenhaus und die Kinder dort sind mir ans Herz gewachsen.“
Sie hält inne.
„Leider ist es im Waisenhaus still geworden.“
Jahrzehntelang war das Waisenhaus ein lebendiger Teil des Campus der Israel Mission School. Kinder, die nirgendwo sonst hin konnten – Waisen, Kinder aus zerrütteten Verhältnissen oder solche, deren Eltern sich nicht um sie kümmern konnten – fanden hier ein Zuhause. Schwester Sheela war eine der beständigen Säulen. Sie hat nie geheiratet, sie ist nie weggegangen. Die Kinder waren in jeder Hinsicht ihre Familie.
Dann kam COVID. Lockdowns. Finanzieller Druck auf alle Bereiche der Mission. Das Waisenhaus musste schließen. Das Gebäude steht noch immer – aber es ist jetzt still. Risse in den Wänden. Ein beschädigtes Dach. Räume, in denen einst Kinderstimmen widerhallten, beherbergen heute nur noch Licht und Staub.
In den umlliegenden 46 Dörfern, in denen die Mission arbeitet, gehören Kinder ohne familiären Schutz nach wie vor zu den am stärksten gefährdeten Gruppen:
Dieses Projekt befindet sich gemeinsam mit Schwester Sheela in aktiver Entwicklung. Das Gebäude ist da. Der Bedarf ist da. Was jetzt fehlt, sind der Wille und die Ressourcen, um die Tür wieder zu öffnen.
„Helfen Sie uns, das Waisenhaus wiederzueröffnen. Bringen Sie die Kinder wieder nach Hause.“
